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Internationale Entwicklungsstudien an der Wageningen University: Mit dem Fahrrad durch Paramaribo
Esther Veen studiert Internationale Entwicklungsstudien in Wageningen, ihre Schwester Mariët Kulturgeographie in Groningen. Zusammen wollten sie eine Studie im Ausland durchführen. Beide Hochschulen standen hinter dem Vorhaben, und so gingen die beiden für drei Monate nach Surinam, um sich mit dem kulturellen Erbe der dortigen Einwohner auseinanderzusetzen. Ziel ihrer Arbeit war es, herauszufinden, ob zwischen diesem Erbe und der surinamischen Identität ein Zusammenhang besteht.
„Der größte Teil unserer Forschungsarbeit bestand aus Erhebungen innerhalb sieben verschiedener ethnischer Gruppen, von denen sechs in Paramaribo ansässig waren. In der Stadt haben wir uns auf Fahrrädern bewegt, was aufgrund des schlechten Zustands dieser Fortbewegungsmittel und der Hitze sehr anstrengend war.
Um auf die letzte ethnische Gruppe, die Waldkreolen, zu treffen, mussten wir ins Landesinnere. Das Dorf bestand aus etwa 300 Einwohnern, bei denen es sich fast nur um Frauen, Kinder und ein paar alte Männer handelte. Viele Männer wohnten arbeitsbedingt in Paramaribo. Dank eines Führers, den wir auf einer Exkursion zu Beginn unseres Aufenthalts kennen gelernt hatten, hatten wir einen Ansprechpartner im Dorf. Er organisierte für uns eine Hütte und half bei Übersetzungsschwierigkeiten.
Darüber hinaus haben wir am normalen Dorfleben teilgenommen: Wir haben uns im Fluss gewaschen, frisch gefangenen Fisch gegessen und – mangels Elektrizität – abends bei Kerzenlicht zusammen gesessen. Es war eine ganz besondere Erfahrung.“
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